Tierärztliche Praxis am Schellenberg
 

Erste Hilfe-Maßnahmen bei Hitzschlag

Der Patient muss sofort in den Schatten gebracht, mit reichlich Frischluft versorgt und langsam abgekühlt werden (nasse Tücher, Wassereimer, Gartenschlauch). Dabei ist es sehr wichtig, stets bei den äußeren Extremitäten (Pfoten und Beinen) zu beginnen und dann langsam in Richtung Herz weiterzugehen.

Niemals darf man das gesamte Tier mit einem Eimer Wasser übergießen oder den direkten Wasserstrahl auf den Körper des Tieres richten, da hierdurch ein tödlicher Schock ausgelöst werden kann.

  • Messen Sie dabei alle 5 Minuten die Körpertemperatur des Tieres.
  • Geben Sie dem Tier anschließend Wasser zu trinken, das nach Möglichkeit nicht zu kalt sein sollte, und gönnen Sie ihm viel Ruhe, um sich langsam zu erholen. 
  • In schweren Fällen mit stark gestörtem Allgemeinbefinden des Tieres sollten Sie wegen der bestehenden Schockgefahr baldmöglichst einen Tierarzt aufsuchen. 
  • Dasselbe gilt auch, wenn ein Reiz-Ödem des Kehlkopfes die Atmung des Tieres stark erschwert. Solche Patienten müssen umgehend tierärztlich behandelt werden. Beim Transport des Tieres ist auf ausreichende Frischluftzufuhr zu achten. Fernen sollten Sie versuchen, Ihr Tier nach Möglichkeit zu beruhigen, da Stress und Aufregung zu einem zusätzlichen Anstieg der Atemfrequenz und einer Verschlechterung der bestehenden Atemnot führen.

Immer wieder hört man in den Nachrichten, dass ein Hund aus einem Auto befreit werden musste. Oft kommt jedoch jede Hilfe zu spät.

Lassen Sie niemals ihr Tier bei Sonnenschein oder erhöhten Temperaturen im Auto. Schon ein paar Minuten Sonne können das Auto extrem aufheizen. 

Dasselbe gilt bei zu niedrigen Temperaturen.

Erste Hilfe-Maßnahmen bei lokalen Erfrierungen:

Auch hier gilt wieder, dass ein langsames und schonendes Erwärmen der betroffenen Körperteile sehr wichtig ist, um zu verhindern, dass es zum plötzlichen Absterben des unterkühlten Gewebes kommt.

  • Die betroffenen Körperstellen werden deshalb zunächst unter kaltem Wasser massiert.
  • Nach ein paar Minuten wird die Temperatur unter ständigem Massieren langsam gesteigert.
  • Handelt es sich um Erfrierungen 1. Grades, so können die betroffenen Körperteile mit einer fettenden Heilsalbe bedeckt werden.
  • Anschließend wird ein Verband angelegt und schnellstmöglich ein Tierarzt aufgesucht.


SCHON HEISSER ASPHALT KANN VERBRENNUNGEN VERURSACHEN

Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Verbrennungen:

Beseitigen Sie zunächst die möglichen Ursachen einer Verbrennung. Prüfen Sie dann Atmung und Herzschlag des Tieres und ergreifen Sie erforderlichenfalls sofort Wiederbelebungsmaßnahmen.  

Verbrennung 1. Grades:

  • Kühlen Sie die verbrannte Stelle sofort mit kaltem Wasser, feucht-kalten Umschlägen oder Cold-Packs über einen Zeitraum von 15 bis 20 Minuten. Dabei muss darauf geachtet werden, dass das Tier nicht unterkühlt wird. In diesem Falle würde es zu zittern beginnen, die Schleimhäute wären bläulich verfärbt. 
  • Nur bei Verbrennungen ersten Grades, das heißt mäßig starken Verbrennungen ohne Brandblasenbildung, darf vorsichtig eine kühlende Brandsalbe auf die Wunde aufgetragen werden.
  • Auch bei Verbrennungen 1. Grades empfiehlt es sich, das Tier von einem Tierarzt untersuchen zu lassen. 

Bitte bei Verbrennungen 3. Grades keine Brandsalben oder Pulver bei Brandwunden verwenden. Lieber sofort den Tierarzt anrufen.


Verbrennung 3. Grades:

  • Kühlung 
  • Abdecken der Brandwunde mit sterilem, mit physiologischer Kochsalzlösung oder Leitungswasser getränkten Gaze-Tupfer, notfalls auch mit Frischhaltefolie
  • Auch hier gilt wieder: KEINE Salben, Puder usw. auf die Brandwunde!!!
  • schnellstmöglicher Besuch beim Tierarzt
  • Eventuell kann versucht werden, den aus totem Gewebe bestehenden Schorf vorsichtig zu entfernen, sofern dies ohne Schmerzen für das Tier möglich ist. Somit wird die Gefahr, dass schädliche Toxine vom Körper aufgenommen werden, vermindert. Man sollte das Tier jedoch auf gar keinen Fall zusätzlichem Stress aussetzen.

Verbrennung 4. Grades:

  • Kühlung siehe oben
  • allgemeine Maßnahmen wie bei Verbrennungen 3. Grades
  • SOFORT zum Tierarzt!
  • Häufig müssen betroffene Körperteile amputiert werden, sofern dies möglich ist.


Unsere Telefon-Nr. 
+49(0)906/4156